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TAB TWO - KARRIERE

Mit der Studienplatzklage zum Studienplatz

Gerade in den medizinischen Studiengängen müssen Abiturienten ganz besonders um ihre Bewerbung auf einen Studienplatz zittern. Zu viele Anwerber, zu wenig Plätze und hohe NC sorgen dafür, dass viele ihren Traum vom Arzt werden ganz begraben oder mehrere Semester warten müssen. Egal ob Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin oder Psychologie: überall sieht es hier gleich aus. Aber überall fällt in der letzten Zeit ein Begriff immer häufiger: Studienplatzklage. Aber was genau ist eine Studienplatzklage und wie kann sie einem helfen, doch noch einen Studienplatz zu bekommen?

Eine Studienplatzklage beruht auf dem rechtlichen Prinzip, dass deutsche Hochschulen und Universitäten dazu verpflichtet sind, genau so viele Studenten anzunehmen, wie möglich. Damit die Universität weiß, wie viele Studienplätze sie ausschreiben kann, stellt sie jedes Semester spezielle Berechnungen zur sogenannten Ausbildungskapazität an. Diese Berechnungen entscheiden darüber, wie viele Studienplätze angeboten werden. Bei einer Studienplatzklage geschieht nichts anderes, als dass eben diese Berechnungen in einem Verfahren am zuständigen Verwaltungsgericht überprüft werden. Stellt sich dabei heraus, dass es der Hochschule möglich wäre, doch noch mehr Studienplätze anzubieten, werden diese eingerichtet und per Auswahlverfahren oder Los vergeben. So hat man mit einer Studienplatzklage tatsächlich noch eine Chance auf einen Studienplatz, auch wenn man schon abgelehnt wurde.

Wie funktioniert eine Studienplatzklage nun? Nehmen wir als Beispiel eine Studienplatzklage Psychologie. Zunächst bewirbt man sich ganz regulär auf einen Studienplatz in der Psychologie. Dann wendet man sich am besten an eine Kanzlei, die auf Studienplatzklagen spezialisiert ist. Solche Kanzleien können mit ihrem gesammelten Wissen realistisch zu den Chancen einer Klage beraten und kennen außerdem die speziellen Abläufe verschiedener Hochschulen und Verwaltungsgerichte. Ist man für das Studienfach Psychologie abgelehnt worden, stellt die Kanzlei den Antrag auf die Einleitung des Verfahrens der Studienplatzklage Psychologie beim Verwaltungsgericht. Jetzt muss die Universität die Berechnungen zur Ausbildungskapazität offen legen und sie können überprüft werden.

Eine Studienplatzklage ist also ein reguläres, rechtlich einwandfreies Mittel, um trotz niedrigem NC oder überfüllten Studiengängen doch noch einen Platz zu bekommen. Natürlich bietet eine Klage keine hundertprozentige Sicherheit, jedoch sollten alle, die ihren Traum vom Arztberuf nicht aufgeben wollen, sich ruhig darüber informieren.